Veranstaltung

Kids + Jugendliche

„Kurt – das Leben als Rucksackdeutscher“ – Ein Theaterstück der Fabulanten

Samstag, 13.04.2024 in Mönchengladbach

  • Die Fabulanten: „Kurt – das Leben als Rucksackdeutscher“ | Foto: © Martin Müllner

Mit Figuren, Schattenspiel und Schauspiel erzählen die Fabulanten in Kurt – das Leben als Rucksackdeutscher, gefördert vom Kulturbüro, von den Erlebnissen eines Jungen zum Ende des 2. Weltkrieges. Das Stück ist am Samstag, 13. April um 15:00 Uhr in der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus zu sehen.

→ Auf dem Dachboden seines Wohnhauses entdeckt der Rentner Kurt Gegenstände, die ihn an seine Heimat und an die Zeit der Flucht erinnern. Er begibt sich auf eine emotionale Reise in seine Vergangenheit als kleiner Junge während des 2. Weltkriegs. Dabei tauchen jene Ängste und Nöte auf, die Kurt als zehnjähriger Junge durch die Wirren des Krieges erlebte. Diese berichten von ewig knurrenden Mägen, von der Trennung der Familie im Chaos des Krieges, von dem Gefühl der Ausgrenzung in der neuen Heimat und dem Verlust der unbeschwerten Kindheit. Doch die Geschichte erzählt auch von der Sehnsucht nach einem neuen Anfang. Von Solidarität und echter Freundschaft, die schließlich zum Einfinden in ein neues Leben verhalf. Durch die biografische Erzählform bekommen Kinder einen emotionalen Zugang zum Thema Krieg, Flucht und Neuanfang in der Fremde und erfahren so eventuell die Geschichte ihrer eigenen Urgroßeltern.

Das Theaterstück Kurt – das Leben als Rucksackdeutscher ist somit anschaulicher Geschichtsunterricht. Denn insbesondere vielen jüngeren Menschen ist heutzutage dieses Kapitel der Deutschen nicht bekannt. Obwohl fast in jeder Familie eine Geschichte von Flucht zu finden ist, denn damals mussten mehr als 14 Millionen Deutsche ihre Heimat in Ost- und Südosteuropa verlassen. Aber anstatt mit offenen Armen in Deutschland empfangen zu werden, wurden sie von ihren Landsleuten oft als „Rucksackdeutsche“ oder „Polaken“ beschimpft und verschmäht. Andererseits verhilft die Geschichte eine Brücke zu den Schicksalen heutiger Kriegsflüchtlinge zu schlagen.

Die Fabulanten, das sind die Schauspieler Nadja Bükow und Carsten Jensen. Sie haben ihr „Handwerkszeug“ im Atelier für physisches Theater in Berlin erlernt. Seit ihrem Abschluss zum Bewegungsschauspieler 2006 entwickeln sie Theaterstücke für die Bühne sowie für den öffentlichen Raum. Seit 2013 ist ihr Lebens- und Arbeitsmittelpunkt Mönchengladbach. Die Bandbreite ihrer künstlerischen Tätigkeit reicht vom Maskentheater bis zum Material- und Figurentheater. Mit den Fabulanten haben sie sich zum Ziel gesetzt, vor allem eigene Geschichten zu erzählen und sie in bildreichen Inszenierungen auf die Bühne zu bringen. In unserer Theaterarbeit suchen wir nach dem Ungewöhnlichen, nach dem Überraschenden.

Ab 9 Jahren.

Eintritt frei!


15:00 Uhr


WEITERE INFORMATIONEN:

www.stadtbibliothek-mg.de


Adresse

Zentralbibliothek Carl Brandts Haus
WandelSaal
Blücherstraße 6
41061 Mönchengladbach