Zwei Fotos, auf dem Linken ein Gruppenfoto von Bundeswehrsoldaten, auf dem rechten ein Bundeswehrsolldat mit Fallschirm. Zwei Fotos, auf dem Linken ein Gruppenfoto von Bundeswehrsoldaten, auf dem rechten ein Bundeswehrsolldat mit Fallschirm.
Foto: © IMM
14.09.2021
Stadtleben

Bundeswehr lädt ein zum „Tag der Begegnung“ rund um Schloss Rheydt

Zum Programm am 2. Oktober gehören der Militärwettkampf „37. IMM“, viel Musik und die Präsentation des neuen Rettungshubschraubers

Redaktion: Helmut Michelis

Ein nagelneuer Rettungshubschrauber, Fallschirmspringer und die Reservisten-Bigband Rheinland sind nur drei der zahlreichen Attraktionen beim „Tag der Begegnung mit der Bundeswehr“ am Samstag, 2. Oktober 2021. Die öffentliche Veranstaltung findet in und um das Schloss Rheydt in Mönchengladbach statt. Einladende sind das Landeskommando Nordrhein-Westfalen und die Kreisgruppe Niederrhein des Reservistenverbandes; im Mittelpunkt steht der „37. Internationale Mönchengladbacher Militärwettkampf“. Dazu werden wieder mehr als 40 Teams aus zehn Nationen erwartet: aktive Soldaten ebenso wie Reservisten, Polizeibeamte und Mitglieder von Hilfs- und Rettungsdiensten. Beim letzten Mal gewannen Reservisten aus Hessen vor Polizeibeamten aus Münster, die beste ausländische Gruppe kam aus Dänemark.

Die Wasserflächen rund um das Renaissance-Schloss bieten sich geradezu an, um zum Beispiel ein Schlauchbootfahren gegen die Stoppuhr oder das Überqueren des Flüsschens Niers per Seilsteg durchzuführen. Die große Turnierwiese vor dem Schloss wird mit einer Hindernisbahn, einem Kletterturm und einer Biathlon-Anlage bestückt, bei der umweltfreundlich mit harmlosen Laser-Gewehren geschossen wird. Zuschauen und Mitfiebern sind auch hier ausdrücklich gewünscht.

„Die Corona-Pandemie zwang uns im vergangenen Jahr, auf vieles zu verzichten – so auch auf den IMM. Umso mehr freue ich mich, dass der älteste regelmäßig stattfindende Vielseitigkeitswettkampf in diesem Jahr wieder zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europa, Asien und den USA zusammenbringt, die mit Sportsgeist und in guter Kameradschaft um die Medaillen kämpfen – das schafft Verbundenheit und Vertrauen“, schreibt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in einem Grußwort. Traditionell stiften die Ministerin und ihre Amtsvorgänger bereits seit 1984 den begehrten Siegerteller.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs heißt als Schirmherr alle Wettkämpfer und Besucher in Mönchengladbach herzlich willkommen. „Der Militärwettkampf hat eine lange Tradition. Er bietet immer wieder eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und alte Kontakte zu pflegen – zwischen Aktiven und Reservisten, Zivilen und Soldat*innen.“ Wettkämpfer aus 23 Nationen haben bislang am IMM teilgenommen, darunter Soldatinnen und Soldaten aus Neuseeland, der Mongolei und Nepal. Die weiteste Anfahrt hatte beim letzten IMM rund um das historische Wasserschloss mit 1800 Kilometer Autofahrt eine vierköpfige Mannschaft der Nationalgarde Lettlands, die weiteste Flugentfernung mit rund 8700 Kilometern ein Team Militärpolizisten aus Texas.

Auf die Besucher warten aber nicht nur spannende Wettkämpfe, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm mit der Vorführung von Uniformen aus 66 Jahren Bundeswehr-Geschichte und historischen Militärfahrzeugen bis hin zur Vorstellung eines modernen Flugfeldlöschfahrzeugs, das Brände mit 3400 Liter Wasser pro Minute bekämpfen kann. Wer möchte, kann mit dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr ins Gespräch kommen. Es besteht aus freiwilligen Mönchengladbacher Reservisten, die monatelang in Amtshilfe das Gesundheitsamt im Kampf gegen das Corona-Virus unterstützt haben. Oder mit Mitglieder der Bundeswehr-Sportfördergruppe Köln sprechen, die sich mit ihren Spitzensportlern auf olympische Disziplinen konzentriert.

Im Innenhof lädt die Bundeswehr zu ihrer legendären Erbsensuppe ein – wer Appetit mitbringt, tut dies für einen guten Zweck. Denn die Hälfte der freiwilligen Spenden geht an den Förderverein „Insel Tobi“, der sich um unheilbar kranke Kinder kümmert und ihren Eltern eine Auszeit von der kraftraubenden Rund-um-die Uhr-Betreuung ermöglicht. Die andere Hälfte erhält das Bundeswehr-Sozialwerk.

Die Vorbereitungen für den Tag der Begegnung und die Neuauflage des 37. IMM haben inzwischen begonnen. „Wir wollen Brücken bauen zwischen den Nationen“, betont der Leitende des Wettkampfs, Hauptmann d.R. Markus Stops. Er ist im Zivilberuf als Produktionsleiter in einem mittelständigen Unternehmen für Stromversorgungssysteme tätig. Der Besuch im und am Schloss Rheydt soll sich an diesem Tag für Zuschauer jeden Alters lohnen, wobei der Eintritt natürlich frei sein wird. Offizielle Eröffnung ist um 10 Uhr, das Rahmenprogramm endet um 17 Uhr. Eine Siegerehrung im Innenhof des Schlosses wird den IMM am Abend abschließen, deren genauer Zeitpunkt von der Zahl der startenden Teams abhängt. Markus Stops: „Den 2. Oktober 2021 sollten sich also alle unbedingt im Terminkalender eintragen!“