September 2019

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Das weltberühmte Rijksmuseum beherbergt u.a. Rembrands Meisterwerk "Die Nachtwache". Foto: © Marc Thiele
Das weltberühmte Rijksmuseum beherbergt u.a. Rembrands Meisterwerk "Die Nachtwache". Foto: © Marc Thiele

Der HINDENBURGER auf Reisen: Amsterdam

REDAKTION: MARC THIELE

Amsterdam, die Hauptstadt der Niederlande, ist das zweite Ziel in unserer Reihe „Hindenburger auf Reisen“. Die mit ca. 1.3 Millionen Einwohnern (Großraum 2.4 Millionen) auch bevölkerungsmäßig größte Stadt unseres Nachbarlandes liegt zwischen Nordsee und Ijmeer und ist in etwa 2,5 Stunden mit dem Auto und knapp 3 Stunden mit der Bahn von Möncheng-ladbach aus zu erreichen. Hier direkt ein Tipp, lassen Sie das Auto zuhause und nehmen Sie den Zug. Amsterdam ist alles andere als autofreundlich. Sie finden keinen Parkplatz, in die Innenstadt kommen Sie damit sowieso nicht und in der Stadt selber bewegen Sie sich auch eher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietfahrrad (wovon wir auch abraten, dazu aber später mehr).

Wir kennen kaum jemanden, der noch nie in Amsterdam war, aber die Meisten haben bei ihrem Aufenthalt das typische Touristenprogramm absolviert…. Grachtentour, Museumsplein (mit Rijksmuseum, van Gogh Museum etc.), Anne Frank Haus, Rotlichtviertel, dann ein paar Bier, ein mutiges Tütchen im Coffeeshop, viel Gekicher und ab nach Hause. Aber da ist so viel mehr und das ist so viel spannender, was auch mit ein Grund ist, wieso man für Amsterdam auf jeden Fall mindestens ein langes Wochenende Zeit investieren sollte.

Bevor Sie aber nun nach Amsterdam aufbrechen, sollten Sie Ihren Trip gut planen, denn sonst werden Sie sich verzetteln. Es gibt einfach viel zu viel zu entdecken, die Wege sind zu weit und irgendwie ist in dieser Stadt alles etwas chaotisch – andere würden sagen es ist dort recht locker.

Wenn Sie in etwa wissen, was Sie in Amsterdam machen und sehen möchten, überlegen Sie sich zuerst einmal, wie Sie sich in dieser Großstadt fortbewegen wollen. Man verbindet Amsterdam mit dem Fahrrad, aber unser Rat – lassen Sie die Finger davon. Fahrradvermietungen finden Sie an jeder Ecke, ebenso wie haufenweise gestohlene Fahrräder, die einfach irgendwo abgestellt werden. Fahrräder mieten ist nicht teuer, das wird es erst, wenn Ihnen das Mietfahrrad geklaut wird, was nicht unwahrscheinlich ist. Zudem fahren die Amsterdamer Fahrradfahrer ziemlich aggressiv und können manchmal – wie wir selber bei unserem Besuch sehen konnten - nur durch beherzte Aktionen der Polizei bei ihren Fast-Amokfahrten durch Fußgängermengen gestoppt werden. Selbst wenn Ihr Fahrrad nicht gestohlen wird und Sie nicht von einem einhei-mischen Fahrradfahrer umgenietet werden, wird es schwer, das gemietete Fahrrad wiederzufinden, wenn Sie es einmal irgendwo abgestellt haben. Kurz: Fahrradfahren ist in Amsterdam die Hölle. Da sind die öffentlichen Verkehrsmittel ein-fach die bessere Wahl, allen voran die Staßenbahnen. Sie kommen überall schnell hin, es ist gemütlich, es ist sicher und sauber und es kostet Sie so gut wie nichts, wenn Sie unseren nächsten Tipp nutzen.

Das Moco-Museum ist noch bis Ende September 2019 das Mekka für Fans von Banksy. Foto: © Marc Thiele
Das Moco-Museum ist noch bis Ende September 2019 das Mekka für Fans von Banksy. Foto: © Marc Thiele

Die IAmsterdam Card

Amsterdams offizielle City Karte ist ein wahres Sparwunder. Es gibt sie mit verschiedenen Gültigkeitszeiträumen von 24 bis 120 Stunden und Sie kostet zwischen 60€ und 115€. Ein gutes Investment, denn neben der kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel haben Sie kostenlosen Eintritt in fast alle Museen und Sehenswürdigkeiten der Stadt (ausgenommen Sonderausstellungen), eine kostenlose Grachtenrundfahrt und diverse Rabatte und Vergünstigungen beim Shopping und in der Gastronomie. Sie können die Karte online unter www.iamsterdam.com bestellen und dann bei Ihrer Ankunft in Amsterdam an drei Orten abholen – zwei davon direkt am Hauptbahnhof. (Wir empfehlen den IAmsterdam Store auf der Rückseite des Hauptbahnhofs, der im Gegensatz zum Visitor Center an der Stationsplein nicht so komplett überlaufen ist). Die Gültigkeit ist etwas schwierig zu erklären, denn es gibt quasi zwei Bestandteile. Den normalen Teil und den Museumsteil. Wenn Sie die Karte haben und die Straßenbahn nutzen um zum Hotel zu kommen, wird der normale Teil aktiviert und ist für den gewählten Nutzungszeitraum gültig. Der Museumsteil wird erst aktiviert, wenn Sie das erste Mal mit der Karte in einem Museum einchecken und ist dann den gewählten Nutzungszeitraum gültig. In den öffentlichen Verkehrsmitteln halten Sie die Karte einfach an eines der Lesegeräte wenn Sie einsteigen und nocheinmal wenn Sie aussteigen (Check-In/Check-Out) und ansonsten legen Sie sie einfach an den Kassen, beim Einkauf oder bei der Nutzung vor. Soviel zur IAmsterdam Card. Es wird Zeit für die anderen, praktischen Tipps.

Anreise

Wir gehen davon aus, dass Sie mit dem Zug anreisen. Von Mönchengladbach aus geht es mit der Eurobahn erstmal nach Venlo – wenn Sie an einem Freitag oder Samstag fahren, hat das Ähnlichkeit mit einem Viehwagon, deshalb unser Rat – lassen Sie sich nach Venlo zum Bahnhof fahren und steigen Sie da in den IC nach Amsterdam. Eine einfache Fahrt in der 2. Klasse kostet Sie 25,40 € (Stand 06/2019), von Mönchengladbach aus mindestens 32,20 € (DB Sparangebot, Stand 06/2019).

Sollten Sie doch mit dem Auto anreisen, suchen Sie sich ein sicheres Parkhaus am äußere Ring der Stadt und fahren Sie mit den Öffentlichen rein. Alles andere ist hier der pure Wahnsinn. Zumindest, wenn Ihr Hotel in Zentrumsnähe liegt. Aber auch sonst werden die Parkgebühren die Kosten einer Zugfahrt bei weitem übersteigen.

Das Café Internationaal Theater am Leidseplein, Foto: © Marc Thiele
Das Café Internationaal Theater am Leidseplein, Foto: © Marc Thiele

Übernachtung

Amsterdam hat unzählige Übernachtungsmöglichkeiten – da fällt die Wahl wirklich schwer. Alle großen Hotelketten sind mit mindestens einem Haus vertreten aber bei allen Angeboten sind die Qualitätsunterschiede wirklich gravierend. Sie finden wahre Luxustempel aber auch unfassbar miese Absteigen. Daher sollten Sie gut recherchieren und vielleicht unsere folgenden Tipps beherzigen:

1. Suchen Sie sich Ihre Übernachtungsmöglichkeit zwischen der A10 und dem Grachtengürtel – also in Amsterdam West, Amsterdam Oud-Zuid oder De Pijp. Auch Transvaalbuurt und Teile von Amsterdam Oost sind ok. Innerhalb des Grachten-gürtels ist es einfach zu teuer und auch nicht gerade ruhig und oberhalb der A10 brauchen Sie zu lange bis ins Zentrum. Am Besten orientieren Sie sich am Vondelpark einer der grünen Lungen der Stadt.

2. Achten Sie darauf, dass eine Straßenbahnhaltestelle in der Nähe ist. Mit Straßenbahnen erreichen Sie schnell und sicher alle wichtigen Knotenpunkte der Stadt.

Frühstück

Wer in Amsterdam im Hotel frühstückt, ist selber Schuld und verpasst schon morgens einige echte gastronomische Höhepunkte, denn die Stadt ist der Himmel für Frühstücks- und Brunch-Fans. Überall warten kleine Cafés mit oft großartigen (und gesunden) Frühstückskreationen auf die morgendlichen Genießer. Wir haben jeden Morgen woanders gefrühstückt und zusätzlich von Einheimischen noch ein paar Tipps bekommen:

Auch wenn gerade keiner unserer Frühstückstipps in der Nähe sein sollte, heißt es Augen auf. Vor allem in den Seitenstraßen der großen Hauptstraßen findet man immer wieder kleine Cafés oder Restaurants, die, oft geführt von jungen Leuten, ganz tolle Frühstücke oder Brunch anbieten.

Innerhalb des Grachtengürtels ist alles natürlich ein wenig touristischer und auch in De Pijp, das ja eigentlich ein Studenten- und Ausgehviertel ist, hat man hinsichtlich der Touristen schon die Zeichen der Zeit erkannt und alles etwas teurer gemacht. Nachdem man sich für den Tag gestärkt hat, ist es nun sicher an der Zeit für die üblichen, touristischen Aktivitäten, also Shopping oder Sightseeing.

Vintage- und Designläden findet man in „De 9 Straatjes“. Foto: © Koen Smilde
Vintage- und Designläden findet man in „De 9 Straatjes“. Foto: © Koen Smilde

Shopping

Wer unbedingt shoppen gehen muss, hat es in Amsterdam leicht oder wegen der großen Auswahl auch schwer, je nachdem wie man es sieht.

Die Luxusmeile ist die Pieter Cornelisz Hooftstraat in der Nähe des Rijksmuseums. Hier finden sich nahezu alle Luxusmar-ken wie Hermes, Dior und Chanel. Wer die Standardshoppingketten sucht, wird auf der Kalverstraat und Leidsestraat fündig. Vintage- und Designläden findet man in einem als De 9 Straatjes bekannten Stadtteil von Amsterdam zwischen Singel (Gracht) und Prinsengracht (mehr Infos unter de9straatjes.nl).

Sightseeing

Wenn man in einer Stadt wie Amsterdam ist, gibt es zumindest beim ersten Mal ein touristisches Pflichtprogramm, ein „Must-Do & See“ …. eine Grachtenfahrt und ein Besuch im Rijksmuseum und wenn möglich noch im Van Gogh Museum. Hier ist es wichtig zu wissen, dass man in den bekannten Museen zum einem online einen bestimmten Timeslot buchen muss, sonst kommt man nicht rein, und dass man die Tickets sowieso besser online kauft, um sich die enormen Warteschlangen zu sparen. (Mit der IAmsterdam Karte kosten die Standardausstellungen übrigens nichts). Große Taschen, Rucksäcke und Koffer sind in fast allen großen Museen verboten und können dort auch nicht abgegeben werden. Hat man dann mit den anderen Touristen die Nachtwache, Van Goghs Selbstportrait und die Sonnenblumen hinter sich gebracht und noch Zeit bevor das Abendprogramm startet, (oder falls nicht, dann halt am nächsten Tag), empfehlen wir einen Besuch im Moco Museum (Moderne Kunst, u.a Dali, Warhol, Koons, Kusama) und im Stadelijk Museum Amsterdam (zeitgenössische, interna-tionale Kunst und Design), beide ebenfalls am Museumsplein gelegen. (Tipp: Das Moco Museum zeigt noch bis Ende Sep-tember 2019 eine großartige Banksy Ausstellung!!) Fußläufig vom Museumplein zu erreichen sind zudem das FOAM Foto-museum (Keizersgracht 609, foam.org) und die Eremitage Amsterdam, der Ableger des berühmten St. Petersburger Muse-ums (Amstel 51, hermitage.nl). Wer dann immer noch Lust hat, durch Museen und Ausstellungen zu schlendern, dem stehen noch viele weitere Museen zum Besuch zur Verfügung. Darunter das Käsemuseum, das Hasch- und Marihuana Museum, das Sexmuseum, das Foltermuseum und das Hausbootmuseum, um nur einige zu nennen (die alle nicht so wirklich spannend sind). Natürlich darf das Anne Frank Haus nicht unerwähnt bleiben, aber hier rein zu kommen ist eine pure Glücks- oder Geduldsfrage. Man muss online einen Timeslot buchen und die sind meistens Wochen im Voraus ausgebucht.

Wer nach dem Pflichtprogramm keine Lust mehr auf irgendwelche Museen oder Ausstellungen hat, dem bietet Amsterdam natürlich noch einiges mehr. Zum Beispiel die ehemalige NDSM Werft in Noord. Hinter dem Hauptbahnhof findet man die kostenlose Fähre, die einen zum mehr als 10 Fußballfelder großen NDSM Gelände auf der anderen Seite des Flusses Ij bringt. Hier ist einer der aktuellen Hotspots der Stadt, mit vielen Künstlern, einer wachsenden Gastroszene, Festivals und Parties. Für uns ein absolutes Must-See!

Irgendwann kommt sicher auch der Hunger zwischendurch, aber da – wie bei den meisten Städtetrips - tagsüber kaum Zeit für ein ausgiebiges Mittagsessen bleibt, beschränken wir uns auch hier auf ein paar Tipps für den Snack zwischendurch.

Gesundes Essen in Lavinias Good Food, Foto: © Marc Thiele
Gesundes Essen in Lavinias Good Food, Foto: © Marc Thiele

Lunch – die Mittagspause

Fritjes, Bitterballen und Frikandeln gibt es natürlich an jeder Ecke, aber wer ein wenig Zeit übrig hat, sollte sich diese auch nehmen und die spannenden Lunchangebote der vielen kleinen Restaurants testen. Ähnlich wie beim Frühstück gibt es hier viele von jungen Leuten geführte Locations, die gesunde und trendige Gerichte zu fairen Preisen anbieten. Die Niederländer halten den „Lunch“ übrigens auch kurz und meistens besteht er nur aus „Broodjes“, also Sandwiches. Aber hier unsere Tipps, die wir selber getestet haben:

Nachdem man sich nach einem langen und anstrengenden Tag im Hotel ein wenig erholt und frisch gemacht hat, geht es mit Sicherheit zurück in die Stadt.

Spare Rips im „Cannibale Royale“, Foto: © Marc Thiele
Spare Rips im „Cannibale Royale“, Foto: © Marc Thiele

Amsterdams Nightlife

...großartig, spannend, köstlich.

Irgendwie kommen wir aus dem Essen nicht raus, aber bevor wir uns in den eigentlichen Grund unserer Reise stürzen, die Erkundung der Amsterdamer Barszene, muss eine ordentliche Grundlage geschaffen werden. Die Stadt bietet hier für jeden Geschmack unzählige Möglichkeiten, egal ob Vegetarisch, Vegan, Paleo oder klassisch fleischlastig. Amsterdam ist multikulti und international und so ist das Angebot an Restaurants. Wie auch in Belgien ist in den Niederlanden das Abendessen die Hauptmahlzeit des Tages, die gerne in Gesellschaft genossen wird. Wer versucht, in guten Restaurants einen Platz ohne Reservierung zu bekommen, braucht entweder viel Glück oder sehr viel Geduld. Da das Angebot so riesig ist, aber auch die Qualität so enorm schwankt, ist es ratsam, vor der Reise etwas zu recherchieren und sich eventuell sogar schon seine Restaurants zu suchen und zu reservieren.

Unsere Wahl war diesmal – unbeabsichtigt – etwas einseitig. Zwar hatten wir auch vor der Reise recherchiert, aber die Entwicklung vor Ort hat unsere Planungen dann doch über den Haufen geworfen …. Als bekennende Fans von gutem Fleisch (ja isso) haben wir uns für den ersten Abend die Restaurantkette „Cannibale Royale“ ausgesucht, von der alle Blogs, Fachleute und Insider sagen, dass sie eine der besten Adressen für Burger, Steaks und Ribs sei, die Amsterdam zu bieten habe. Leider ist das auch tatsächlich so. Da wir nicht reserviert hatten, mussten wir auf unser Glück setzen, das uns in der Tat hold war. Wir bekamen noch Platz an der Theke. Nach einem Blick in die Karte fiel die Wahl auf Burger und was daetwa 20 Minuten später kam, war ein Traum. Toll anzu-sehen und genau so schmeckte es auch. Links neben uns wurde ein gigantisches Tomahawksteak serviert, rechts neben uns teilte sich ein junges Pärchen eine riesige Portion köstlich aussehender Spare Ribs. Nun hatten wir den Salat. Alles ging an diesem Abend nun mal nicht, aber wir wollten alles probieren, also besuchten wir an den verbleiben-den Abenden jeweils (mit Reservierung) eine andere Filiale und testeten sowohl die Steaks als auch die Spare Rips. Für Fleischliebhaber ein absoluter Traum. Aber Gott sein Dank lernten wir abends einige nette Amsterdamer kennen, die uns mit weiteren tollen Tipps versorgten:

Amsterdam hat eine großartige Barszene (Symbolfoto), Foto: © jia-jia-shum/unsplash.com
Amsterdam hat eine großartige Barszene (Symbolfoto), Foto: © jia-jia-shum/unsplash.com

Nachdem die Grundlage für den Abend gelegt war, machten wir uns auf, die lokale Barszene zu entdecken und die ist nicht nur riesig sondern auch qualitativ eine der besten Europas.

Den Anfang machte die Tales & Spirits Bar unweit des Hauptbahnhofs. Eine perfekte Wahl, wie sich herausstellte, denn sie änderte die komplette Planung der nächsten Tage. Wenn man sich mit der Thematik Bar, Cocktails und Spirituosen etwas detaillierter auseinander setzt, legt man in Bars mitunter ein anderes Verhalten an den Tag als die „normalen“ Gäste. Man trinkt nicht nur, man genießt. Man versucht Aromen zu identifizieren und hinter die Geheimnisse der Bartender zu kommen. Irgendwann merken diese dann, dass da jemand sitzt, der sich interessiert und sich auskennt und man kommt ins Gespräch – so auch hier und bald war es dann soweit, dass man sich zwischen den Bestellungen austauschte, man einfach was hingestellt bekam und um seine Meinung gebeten wurde. Zu fortgeschrittener Stunde, als es dann Zeit wurde aufzubrechen und die Location zu wechseln, fragten wir einfach, welche Bar man uns nun empfehlen würde und wir bekamen tatsächlich Tipps. Eigentlich sah unsere Planung die Vesper Bar als nächsten Stop vor, doch die war – wie man uns sagte – an diesem Wochenende geschlossen und man empfahl uns „Rosalias Melangerie“, eine kleine Bar unweit des Nieuwmarkt und einige andere, die in unserer Recherche gar nicht aufgetaucht waren. Das Beste war, dass man uns in Rosaliltas Melangerie auch noch telefonisch ankündigte, damit wir sicher auch einen Platz bekämen. Nach einem 20 minütigen Fußmarsch war klar, dass dieser Tipp (und der Anruf) goldrichtig waren. Uns erwartete eine großartige, kleine Bar, mit außergewöhnlich guten Drinks. Von hier ging es dann wie von selbst weiter in die Bar „Hiding in plain sight“. Irgendwie waren wir plötzlich Teil der Szene und wurden fast schon von Bar zu Bar herumgereicht. Am Ende der Reise hatten wir 15 großartige Locations besucht, von denen wir die Meisten nicht auf unserer Liste hatten und sie ohne Hilfe sicher auch nicht gefunden hätten. Für die touristischen Bar-Hotspots wie die SkyLounge oder den A`Dam Lookout oder die vielen, traditionellen Bruin Cafés (Pubs) blieb da leider keine Zeit mehr.

Wenn auch Sie gerne abends den einen oder anderen außergewöhnlichen Cocktail oder Drink trinken wollen, dann werden Sie bei jeder der nachfolgenden Adressen mit Sicherheit fündig:

Normalerweise würde man nach einem Barbesuch auch noch den einen oder anderen Club aufsuchen, aber dazu fehlten uns diesmal sowohl Zeit als auch Lust, aber natürlich ist Clubszene in Amsterdam riesig und bietet für jeden Musikgeschmack viel-fältige Möglichkeiten. Da wir aber diesmal keine Clubs besuchten, können wir uns nur auf die Tipps unserer Amsterdamer Kon-takte verlassen:

Bevor wir nun zum Ende unseres Reiseberichts über Amsterdam kommen, gibt es noch drei Locations, die nicht ungenannt bleiben sollen, wenn es um das Thema Essen und Trinken geht. Zum einen die Heineken Experience, in der man in die Welt des Heineken Bieres abtauchen kann – nicht ganz unser Ding, aber für JGAs und Kegeltouren sicher eine perfekte Location und das House of Bols, in der man sich über die Produkte der gleichnamigen Firma informieren kann. Die Food-hallen in Amsterdam Oud-West hingegen sind eine recht spannende Location, für die wir leider kaum Zeit hatten. In einem erhaltenen und umgebauten alten Industriekomplex haben sich neben Startups in einer großen Halle kleine Buden mit gastronomischen Angeboten aus vielen verschiedenen Ländern eingemietet. Da die Location recht bekannt ist, ist sie nicht unbedingt günstig, aber allemal einen Besuch wert.

Und zu guter Letzt.... Die Straßenbahnlinie 2 ab Hauptbahnhof ist ein nicht mehr ganz so geheimer Geheimtipp... eine Rundreise durch Amsterdam, die zu vielen der wichtigsten Hotspots führt: Museumsplein, Spui, Dam, Konigsplein, Keizer- und Prinsengracht und Leidseplein. Mit der IAmsterdam Card dazu quasi auch noch ein Hop-On Hop-Off Trip.

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