3 Fotos, auf dem linken ist Konditormeisterin und Pâtissière Man Anh zu sehen, auf den beiden rechten ist oben eine Hochzeitstorte und unten Pâtisserie zu sehen. 3 Fotos, auf dem linken ist Konditormeisterin und Pâtissière Man Anh zu sehen, auf den beiden rechten ist oben eine Hochzeitstorte und unten Pâtisserie zu sehen.
Fotos: © Marc Thiele (links, rechts oben); © Mango bakes Cakes (rechts unten)
links: Konditormeisterin und Pâtissière Man Anh „Mango“ Büschges hat das Café „Mango bakes Cakes“ in Mönchengladbach eröffnet; rechts: Nicht nur feine Pâtisserie, sondern auch festliche Hochzeitstorten gehören zu Ihren Spezialitäten.
01.08.2021
Gastronomie

Mango bakes Cakes

Redaktion: Marc Thiele

Man Anh Büschges wollte schon immer Konditorin werden. Auch ein kurzer Ausflug in die Welt der Studierenden änderte daran nichts, so dass das Unileben kurzerhand gegen die Backstube getauscht wurde. Ihre Ausbildung absolvierte die junge mönchengladbacher Konditormeisterin bei „Pure Freude“, einer bekannten französischen Pâtisserie / Konditorei in der Nähe des Carlsplatzes in Düsseldorf und besuchte danach - vor etwa zwei Jahren - die Meisterschule in Köln. Schon immer hatte sie zusammen mit ihrem Mann den Traum vom eigenen Café oder besser, einer Mischung aus Café und Laden, so wie man es aus den Niederlanden oder Belgien kennt. Eine kleine Törtchen-Köstlichkeit und eine leckere Kaffeespezialität genießen und dabei Klamotten oder Möbel shoppen. Mit „Mango bakes Cakes“ in der Fashionbox.MG an der oberen Hindenburgstraße ist sie diesem Traum - zumindest für ein Jahr - nun einen großen Schritt näher gekommen. Das Café ist realisiert und bietet Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln und zu experimentieren, auch mit Rezepten, denn dafür hat sie sehr viele, sehr verlockend und spannend klingende Ideen, wie ich bei unserem Gespräch erfahren durfte.

Als ich „Mango“, wie Freunde Man Anh mit Spitznamen nennen, bei der Eröffnung der Fashionbox.MG kennenlernte, war ich doch sehr überrascht, dass eine Pâtissière vor mir stand und mich eine Reihe der von mir so geliebten französischen Köstlichkeiten aus der Kuchenvitrine anlächelten. Erwartet hatte ich irgendwie ein normales Café, mit Hefeteilchen und Schwarzwälder Kirschtorte.

Vor vielen Jahren gab es in Richtung Schloss Rheydt für kurze Zeit eine französische Pâtisserie, die aber genau so plötzlich verschwand, wie sie auftauchte und das trotz des augenscheinlichen Erfolges (immer schnell ausverkauft, zugeparkte Straße mit Kennzeichen bis Bonn und weit ins Ruhrgebiet). Danach gab es - ebenfalls nur kurz - einen auf Macarons spezialisierten Pâtissier in Bettrath. Das war es dann aber nach meinem Kenntnisstand mit französischer Pâtisserie in Mönchengladbach, eben bis jetzt.

„Mango“ füllt eine Lücke im Genussangebot unserer Stadt. Mit Ihren Kreationen bietet sie tatsächlich genau das, was französische Pâtisserie ausmacht - visuellen und aromatischen Genuss auf kleinem und kleinstem Raum, denn groß sind die Törtchen und Kreationen für deutsche Verhältnisse nicht. Für Freunde der Pâtisseriekunst ist das normal, aber für den teutonischen Kuchenfreund sicher gewöhnungsbedürftig, dabei steckt hier vor allem der Geschmack tatsächlich komprimiert im Detail. Es geht um das Zusammenspiel der verwendeten Zutaten und Komponenten vom Geschmack bis hin zur Textur - und das visuell in Szene gesetzt. Manche Törtchen möchte man erst gar nicht mit dem Löffel oder der Kuchengabel verletzen, aber dann siegt doch die Neugier, wie Kuchenkunst denn schmeckt. Und sie schmeckt. Nun ja - auch anders, als man es vielleicht erwartet. „Mango“ hat sich für einen weniger süßen Weg entschieden.

Auch wenn der Name des Cafés Mango beinhaltet, ihre Lieblingsfrucht ist die etwas säuerliche Maracuja. Wer also den süßen Hammer erwartet, wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Vor allem im Zusammenspiel der einzelnen Elemente eines Törtchen auf der Zunge entwickeln die Kreationen von „Mango“ ihre volle aromatische Bandbreite. Ein wenig Mousse zusammen mit etwas Füllung und einem Stück Schokoladenüberzug auf dem Löffel oder der Kuchengabel und schon knallt es aromatisch im Mund. Es ist wie bei einem guten Wein, man muss sich Zeit zum genießen nehmen.

Aber genug der Lobeshymnen und Freude um das neue kulinarische Angebot in unserer Stadt. Geschmäcker sind unterschiedlich und sicher gibt es hier und da noch Optimierungsmöglichkeiten. Außerdem experimentiert „Mango“ ja noch mit Rezepten und möchte gerne viele neue Ideen umsetzen. Japanischen Cheese Cake zum Beispiel oder auch Chiffon-Kuchen. Kennen Sie nicht? Nun, ich auch nicht, aber ich bin jetzt schon sehr neugierig. Auch vegane Rezepte entwickelt sie zuhause in der professionell eingerichteten Backstube. Ein erstes Ergebnis - vegane Moussetörtchen - wird es ab dem 6. August unter anderem bei „VIEL MEHR“, dem Unverpacktladen in Windberg geben.

Preislich liegen die kleinen Köstlichkeiten von „Mango bakes Cakes“ übrigens in einem eher untypisch günstigen Bereich für französische Pâtisserie. Normalerweise bewegt man sich hier zwischen 6€ und über 10€ pro Stück, bei „Mango bakes Cakes“ kostet ein Stück aktuell zwischen 3,30€ und knapp 4€. Ja, im Vergleich zu deutschem Kuchen aus der normalen Bäckerei / Konditorei sicher immer noch nicht günstig, aber wer will das auch vergleichen. Bei den Zutaten verwendet die junge Konditormeisterin übrigens nur beste Produkte - wie Schokolade von Valrhona. Zudem versucht sie, so viele regionale Produkte wie möglich einzubinden. Für das Café hat sie bereits zwei schöne Kooperationen geschlossen. Den Kaffee für die angebotenen Spezialitäten bezieht sie von der Rösterei Eskaro aus Rheindahlen, deren Produkte wir auch regelmäßig hier im Hindenburger vorstellen und Eis für ihre Kreationen kommt - wie sollte es auch anders sein in Mönchengladbach - von den Eisdealern.

Etwa ab Ende Juli wird es zudem ein täglich wechselndes Mittagsgericht aus der „modernen Bistroküche“ geben, wie z.B. Couscous mit Gemüseragout und Feta oder auch warme Bagels mit Ziegenkäse - das hat natürlich nichts mit Pâtisserie zu tun, aber so wird das Angebot als Gastronomie noch attraktiver. Alles natürlich selber zubereitet und auch als Take Away möglich, ebenso wie die jetzt schon erhältlichen Dinkel-Bagels und -Paninis.

Natürlich gibt es die köstlichen Törtchen nicht nur im Café, sondern man kann sie auch für Feiern oder den privaten Kaffeekranz mit Freunden bestellen und wo immer man will genießen. Und für angehende Ehepaare kreiert die junge Konditormeisterin auch noch tolle Hochzeitstorten.

Wir wünschen „Mango“ viel Erfolg und viele neue Kunden, damit das erste Jahr mit „Mango bakes Cakes“ ein voller Erfolg wird und uns die kleinen französischen Genüsse lange in MG erhalten bleiben.

Mehr über sie und ihre Produkte erfährt man am besten auf Instagram oder facebook unter @mangobakescakes und bald auf der neuen Website www.mangobakes.de (aktuell noch im Aufbau).


Mango bakes Cakes
Inh. Man Anh Büschges
in der Fashionbox.mg
Hindenburgstr. 12
41061 Mönchengladbach

Öffnungszeiten:
Di. - Sa. 11 - 18 Uhr

Für (Vor-)Bestellungen:
Tel.: 0157 51 90 12 01
service@mangobakes.de