Juni 2019

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Geburtstag eines besonderen Cafès

Fünf Jahre sind im Verlauf eines Lebens eine eher kurze Zeit. Doch im Rahmen der kleinen Feierlichkeit zum fünften Geburtstag dieses ganz besonderen Cafès wurde vielen Gästen und Gratulanten bewußt, wieviel Bedeutung auch wesentlich kürzere Zeiteinheiten haben können. Es geht um das „Cafè Zeit“, einem ehrenamtlich betriebenen Angebot auf der Station S3 in den Kliniken Maria Hilf. Hier befindet sich die Palliativsstation des Krankenhauses an der Viersener Straße.

Der katholische Pastoralrefent Jürgen Schmitz und sein evangelischer Kollege Pfarrer Herbert Schimanski, beide aus dem Team der Krankenhausseelsorge, schilderten vor etwas mehr als fünf Jahren dem Geschäftsführer Jürgen Hellermann Ihre Idee und insbesondere das Ziel, welches sie mit einem wöchentlichen auszurichtenden „Cafè“ verfolgen wollten:

Zeit zu schenken, eine Möglichkeit der menschlichen Begegnung und des spontanen Austausches zu schaffen für diejenigen Menschen, für die Zeit als Patient einer Palliativstation oder als dessen Angehöriger eine andere Dimension hat. Jürgen Schmitz und Herbert Schimanski bauten bei Ihrer Idee auf die Hilfe der Ehrenamltlichen und des Fördervereins. Mit dessen Unterstützung wurde der Aufenthaltsraum der S3 angenehmer gestaltet. Warme Farben hielten ebenso Einzug wie die zur Dekoration beitragenden Schallschutzelemente. Extra angeschafft wurden Tischwäsche und Porzellan. Durch das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen um Sabine Groth von den Grünen Damen bietet man bei mitgebrachtem Kuchen und Kaffee einen Hort der Ruhe, zum Gespräch und ggf. zur gemeinsamen Reflektion.
Dass nach den leckeren Nussecken und anderen Kuchen, welche von den Grünen Damen regelmäßig mitgebracht werden, inzwischen von den Patienten gezielt nachgefragt wird, das ist der eine erfreuliche Aspekt.
Dass Patienten, hier meist in schwierigen Lebensphasen befindlich und häufig von Ängsten und Sorgen über die Zukunft und ihre verbleibende Zeit geprägt, das Cafe dennoch immer wieder gelöst oder gar mit einem Lächeln verlassen, das ist der große Erfolg des Cafès und derer, welche sich in beschriebener Weise seit fünf Jahren jeden Donnerstag zwischen 15 und 17 Uhr einbringen.

„Am 24.April 2014 sind wir mit 13 Gästen gestartet, inzwischen sind es über 1.000 Gäste insgesamt gewesen. Über die Akzeptanz und Nutzung unseres Angebotes freuen wir uns sehr“, so Jürgen Schmitz. „Der Austausch und das Gespräch mit Menschen, welche ihre Nöte verstehen, ist den Patienten und ihren Angehörigen als Erfahrung wichtig.“ So wichtig, dass manche auch später noch gerne zum Café Zeit kommen, berichtet Schmitz weiter.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die Würdigung, welche man 2018 für diese überkonfessionelle Einrichtung erhielt: noch unter Bischof Müssinghof wurde das „Cafè Zeit“ mit der Auszeichnung „lebendiger Schatz des Bistums Aachen“ geehrt.
Menschlich abgerundet wird die Wertschätzung des Cafès und der ehrenamtlichen Arbeit durch Nettigkeiten wie eine regelmäßige Nachfrage nach der hier sehr beliebten Reistorte, vor allem aber durch die vielfache Nutzung von Zeit zum Gespräch.

Hauptverantwortliche Initiatoren

Bild links:
evang. Pfarrer Herbert Schimanski
Tel.: 0 21 61 / 8 92 32 13
E-Mail: herbert.schimanski@mariahilf.de

Bild rechts:
kath. Pastoralreferent Jürgen Schmitz

Dipl. Theologe, Dipl. Pädagoge
Tel.: 0 21 61 / 8 92 32 18
E-Mail: juergen.schmitz@mariahilf.de

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