18.01.2021
Aktuelles

Umgestaltung der Bismarckstraße: Konzepte werden jetzt erarbeitet

Ausschuss für Umwelt und Mobilität beauftragt Verwaltung

Der Ausschuss für Umwelt und Mobilität hat die Verwaltung zur Förderung der Nahmobilität beauftragt, mögliche Konzepte zur Umgestaltung der Bismarckstraße zu erarbeiten. Grundlage für die Umgestaltung ist ein Bürgerantrag der Initiative "Pro Radweg Bismarckstraße", der im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden an den Umweltausschuss verwiesen wurde. Neben einer Bestandsaufnahme zur aktuellen Verkehrssituation auf der Bismarckstraße sollen die noch zu entwickelnden Konzepte im Planungsstadium zunächst aufzeigen, welche Möglichkeiten es zur Umgestaltung gibt. Zu prüfen ist, in welcher Form eine Radverkehrsanlage auf dem gesamten Streckenabschnitt realisiert werden kann. "Wir müssen die Vor- und Nachteile im Planungsprozess sorgfältig abwägen", betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Konfliktpotenziale mit dem Fußverkehr und an Kreuzungspunkten mit dem motorisierten Verkehr müssen an dieser Hauptverkehrsstraße vermieden werden, um eine sichere Führung und Fortbewegung aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. "Die Straße ist ein neuralgischer Punkt, was die Sicherheit und auch die Erreichbarkeit von innerstädtischen Zielen angeht. Das müssen wir berücksichtigen", so der Stadtdirektor. Eine Herausforderung seien beispielsweise die geringen Breiten im Seitenraum. Für Geschäftsstraßen mit Auslagen und ÖPNV-Linien mit 15.000 oder mehr KfZ-Fahrzeugen in 24 Stunden werden Breiten von fünf bis sechs Metern empfohlen. Auf der Bismarckstraße gibt es darüber hinaus insgesamt zwei Haltestellen mit insgesamt vier Bussteigen, die in den Planungen berücksichtigt werden müssen. Ein sicheres und barrierefreies Ein- und Aussteigen muss weiterhin möglich sein. Die Prüfung von Versorgungsleitungen, verschiedenen Sondernutzungen, Ladezonen und Parkflächen kommen hinzu. "Der Planungsprozess ist komplex, aber wir gehen ergebnisoffen an die Planung heran und wollen sowohl Politik, als auch Bürgerschaft mit Beteiligungsformaten aktiv einbinden", so Bonin weiter. Das Verfahren, gerade in Zeiten der Pandemie, und weitere Vorgehen wird in den nächsten Wochen nun erarbeitet.