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Die Veranstaltungen der Gründerwoche waren durchweg sehr gut besucht, wie hier das Gründercoaching „Startup-Checkup“ im CO21 CoWorkingspace / Foto: Veranstalter
Die Veranstaltungen der Gründerwoche waren durchweg sehr gut besucht, wie hier das Gründercoaching „Startup-Checkup“ im CO21 CoWorkingspace / Foto: Veranstalter

Die Gründerwoche 2017 ein Fazit

Die START-UP MG Gründerwoche 2017 liegt hinter uns und es ist Zeit, ein Resumée zu ziehen. Wie ist es um die Gründerszene in Mönchengladbach gestellt, wurden die Veranstaltungen in der Gründerwoche genutzt und wie geht es weiter. Der HINDENBURGER sprach mit den Projektmanagern der WFMG - Wirtschaft förderung Mönchengladbach, Michael Bahrke und Rafael Lendzion und Andree Hack von der IHK Mittlerer Niederrhein.

Interview: Marc Thiele

Was waren die Ziele der Gründerwoche?

WFMG: Die Ziele der Gründerwoche sind vielschichtig. Oberstes Ziel ist es für das Unternehmertum im Allgemeinen und die Selbstständigkeit als Option für das berufliche Leben zu werben. In der Zeit des digitalen Wandels gehen von jungen und innovativen Unternehmen zahlreiche Impulse für die gesamte Wirtschaft aus. Jedem Einzelnen, der sich mit dem Gründungsgedanken trägt, wollen wir aber auch das notwendige Rüstzeug vermitteln, um erfolgreich zu sein. Nicht zuletzt wollen wir die spürbare wirtschaftliche Dynamik in Mönchengladbach nutzen, um uns noch stärker als attraktiver Standort zu positionieren.

IHK: Die Gründerwoche soll zusätzliche Impulse für die Gründungskultur auslösen, das Gründungsgeschehen beleben und über die Perspektiven der beruflichen Selbständigkeit informieren. Dies geschieht durch das Engagement von Personen, Initiativen und Organisationen, die sich durch abgestimmte Aktionen an der Gründerwoche beteiligten. Der Schwerpunkt der diesjährigen Gründerwoche in Mönchengladbach lag auf dem Thema „Startups“, also DIE GRÜNDERWOCHE 2017 EIN FAZIT START-UP-SZENE MÖNCHENGLADBACH Gründer im digitalen Umfeld. Und sowohl das Angebot als auch die Resonanz zeigen, dass sich in der Vitusstadt eine „Startup-Szene“ entwickelt.

Wurden diese Ziele erreicht?

WFMG: Das Feedback aller Veranstalter und zahlreicher Teilnehmer, die ich direkt sprechen konnte, zeugen von einer sehr erfolgreichen Start-up MG! Gründerwoche 2017 und einer Menge Rückenwind für die nächsten Wochen und Monate bei allen Beteiligten. Egal ob bei der Auftaktveranstaltung mit Trivago- Gründer Rolf Schrömgens, beim Coaching-Marathon im Blauhaus, beim Israel-Meetup oder beim Neopitch im Coworking-Space Neostarter, wir haben fünfzehn tolle Formate mit vielen zufriedenen Besuchern und Workshop-Teilnehmern gesehen. Die mediale Berichterstattung in Zeitung, Radio, Fernsehen und Online zeigt zudem, dass wir eine große öffentliche Aufmerksamkeit erzielt haben.

IHK: Die Gründerwoche wurde durch eine intensive Pressearbeit angekündigt. Wir konnten feststellen, dass das Veranstaltungsangebot bei den Gründungsinteressenten auf eine erfreuliche Resonanz stieß.

Wie war die Besucherfrequenz bei den Veranstaltungen und die Resonanz im Gesamten?

WFMG: Ein toller und informativer Start in die Woche war die Auft aktveranstaltung mit Rolf Schrömgens, bei der die über 200 Besucher unsere Erwartung getoppt haben. Und so ging es auch bei den anderen Veranstaltungen weiter, auch wenn man nicht vergessen darf, dass es nicht um die reine Quantität geht. Beim Gründercoaching „Startup – Checkup“ hatten wir 17 Workshopteilnehmer die sich sehr konkret mit der Gründung eines eigenen Startups beschäftigen und in diesem Rahmen detailliert mit den jeweiligen Coaches zu Themen wie der Geschäft smodellentwicklung, Finanzierung, Steuern oder Marketing zusammenarbeiten konnten. Ein wirklich tolles Event mit sehr positivem Feedback. Ebenso wie die Impulswerkstatt „Aufbruch. Anders. Arbeiten“ im CO21, bei der sich 25 Teilnehmer sehr intensiv mit Fragen zum Wandel der Arbeitswelt und ihrer Gestaltung auseinandergesetzt haben.

IHK: Die Gründerwoche hat zunächst einmal gezeigt, dass die unterschiedlichen Akteure in diesem Bereich gemeinsam etwas auf die Beine stellen können. Dieses Netzwerk, welches dort entsteht, sollte weiter gepflegt werden.

Mönchengladbach hat in der Gründerwoche darüber hinaus gezeigt, dass hier viele junge Menschen mit guten Ideen sind; jetzt müssen wir diese Menschen motivieren, wirklich mal den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen und dabei Wege zur Finanzierung aufzeigen. Denn klassische Kreditmodelle helfen hier nicht immer weiter; die Finanzierung von Startups ist die Wette auf eine Idee und nicht „Geld“ gegen „Sicherheit“.

Foto: Veranstalter
Foto: Veranstalter

Gab es Veranstaltungen, die besonders gut besucht waren?

WFMG: In dieser Kategorie dürfte der „Neopitch“ im Neostarter unerreicht sein, wobei ein „Besuch“ in der digitalen Welt sicherlich anders definiert wird. Über den Livestream auf Facebook konnten mehrere Tausend „Besucher“ erreicht werden und wurden so Zeuge eines spannenden Events, bei dem sieben mutige Jungunternehmer im Fokus standen. Live vor Ort waren die Auft aktveranstaltung und das Meetup sicherlich am besten besucht, aber wie gesagt, anders als bei einem Fußballspiel kommt es den Beteiligten darauf an die richtige Zielgruppe zu erreichen und das ist uns sehr gut gelungen!

Wie schätzen Sie die Mönchengladbacher Gründerszene nach dieser Woche ein?

WFMG: Zum Glück beruht meine Einschätzung der Mönchengladbacher Gründerszene nicht nur auf den Eindrücken der Gründerwoche. Mit der Gründung des Digitalvereins nextMG und den regelmäßigen Meetups hat die Sichtbarkeit der Szene deutlich zugenommen. Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich mit steigender Tendenz zwischen dreißig und fünfzig Gründer, Gründungsinteressierte und weitere Akteure der Digitalszene Mönchengladbachs. Diese Sichtbarkeit ist wichtig, da erst dadurch ein intensiver Austausch zustande kommt, der allen Mitgliedern der Szene nutzt. Ohne diese Einbindung in das Netzwerk hätten es die Gründer von Cakerella, Gourmy, Megamarsch oder Okiko, um nur einige zu nennen, sicherlich schwerer gehabt ihr Vorhaben effizient umzusetzen. Die Gründerszene in Mönchengladbach entwickelt sich sehr dynamisch und wird in nächster Zeit weitere ganzjährige Unterstützungsleistungen durch nextMG und seine Partner angeboten bekommen.

Wo sehen Sie nach dieser Veranstaltungsreihe besonderen Bedarf in Mönchengladbach?

WFMG: Nach der Initialzündung durch die Gründerwoche, gilt es die gestiegene Aufmerksamkeit und das Feedback der Teilnehmer in die alltägliche Arbeit einfließen zu lassen. Nur durch einen kontinuierlichen und engen Kontakt zwischen allen Beteiligten, können wir den Standort weiter stärken und die Voraussetzungen für erfolgreiche Unternehmensgründungen weiter verbessern. Neben einer intensiven Vernetzung zählen dazu weitere Angebote, beispielsweise zum Mentoring, zur Bereitstellung von Venture Capital oder auch zur IT-Bildung.

Was nehmen Sie aus dieser ersten Gründerwoche mit in zukünft ige Planungen?

WFMG: Die Gründerwoche fand bereits zum zweiten Mal in dieser Form statt. Neben den bewährten Partnern werden wir aktiv auf weitere Akteure zugehen, um zukünft ig einen größeren Kreis zu erreichen. Hierzu zählt beispielsweise das Handwerk. Auch bei Gründungsinteressierten aus der Hochschule Niederrhein, sehen wir noch Potenziale, die wir zukünftig erschließen wollen. Bei einer weiteren Zunahme der Veranstaltungen werden wir eine thematische und räumliche Konzentration an den einzelnen Veranstaltungstagen anstreben, um den Teilnehmern effizientere Wege zu ermöglichen.

Wird es eine Wiederholung der Gründerwoche geben?

WFMG: Nach dem positiven Feedback von allen Beteiligten freue ich mich schon, auch im November 2018 eine spannende und informative Start-up MG! Gründerwoche in Mönchengladbach zu besuchen.

IHK: Die Gründerwoche Deutschland wurde 2009 zum ersten Mal veranstaltet und in Mönchengladbach in den letzten Jahren eher auf Sparflamme begleitet. Aber nach den positiven Erfahrungen in diesem Jahr werden sich die Mönchengladbacher Partner sicherlich auch im nächsten Jahr wieder mit einem breiten Angebot beteiligen.

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