Magazin
de Naas
Februar 2012

Die Nase – de Naas – aber auch – Zump oder Joorek – genannt, hat im Gesicht des Menschen eine zentrale Position und es gibt in der platten Sprache eine Vielzahl von Sprüchen und Bedeutungen über dieses Organ.
Enn Siip-Naas hann bedeutet stark erkältet zu sein, dann ding merr de Zump huuer träcke – die Nase hochziehen. Op de Naas liije – auf der Nase liegen wurde bei allgemeinen Erkrankungen gesagt. Konnte man eine Sache frühzeitig und gut einschätzen, dann hatte man enn joe Naas – eine gute Nase. Hatte einer eine gute Gelegenheit verpasst, dann: Jing däm dat aan de Naas vörrbej – ging ihm an der Nase vorbei.
Es konnte sein, dass der damit: Op de Naas jevalle woer – auf die Nase gefallen war. Es gab und gibt Mitmenschen, die: De Naas üüeverall dren-stääecke – die ihre Nase überall reinstecken, sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen. Es konnte dadurch geschehen, dass man so einem: De Düür vörr de Naas towschloch – die Tür vor der Nase zuschlug und damit eine Beziehung abbrach. Onger de Naas riive – unter die Nase reiben hieß es, wenn man jemand etwas unverblümt sagte oder Vorhaltungen machte.
Bevor man sich über Mitmenschen negativ äußert, sollte man: Sech aan de eje Naas packe – sich an die eigene Nase fassen.
Zusammengestellt von Helmut Schrammel, teilweise entnommen aus: Oss platte Schprock – wi di Alde kallde – von Kurt P. Gietzen



