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Che gusto - welch ein Genuss

September 2011

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Wer seinen Urlaub in Italien verbracht hat und dort erleben konnte, mit welcher Selbstverständlichkeit in jeder Bar ein hervorragender Espresso oder Cappuccino zubereitet wird, der wünscht sich diesen Hochgenuss auch in seiner Heimat. In Italien heißt der Barkeeper „Barista“ und hat seine Kenntnisse über Kaffeesorten, Kaffeeröstung, die Bedienung und Wartung der Espresso-Maschinen, das Aufschäumen von Milch und vieles andere mehr in speziellen Kursen erlernt – mit dem Ergebnis, dass der Gast diese aufwändige Ausbildung in jeder Tasse „Caffé“ schmecken kann. Man muss aber nicht gleich Barista sein, um auch zuhause richtig leckere Kaffeespezialitäten wie in Italien herzustellen. Dazu braucht man aber neben dem Interesse am Kaffee eine gute, halbautomatische Kaffeemaschine mit Siebträger, eine Kaffeemühle und natürlich möglichst frisch geröstete Kaffeebohnen von guter Qualität. Den Wissensdurst befriedigt man durch Lektüre und Recherche im Internet (siehe unten), den Kaffeedurst hat man ohnehin und die Gerätschaften und „Verbrauchsmaterialien“ besorgt man sich in Mönchengladbacher Fachgeschäften.

Ausgebildete Baristi und Experten in allen Kaffeebelangen sind Bernd Boddart, der seit 25 Jahren ein Kaffeemaschinengeschäft für Gastronomie und Privatkunden in Mönchengladbach betreibt sowie Jürgen Broisch, Inhaber des „Coffee-in“ in Rheydt und Ulrike Ohler von „barike“ aus Mönchengladbach, beide mit eigener Rösterei. Alle haben ihr Leben vorwiegend dem Kaffee gewidmet und erfüllen ihre Aufgabe mit großer Passion und Fachkompetenz.

Bernd Boddart ist seit 20 Jahren Experte für Kaffeemaschinen.Espressomaschinen vom Fachmann
Setzen wir zunächst einmal voraus, dass ein perfekter Espresso nur aus einer Maschine mit Siebträger kommen kann. Ein Vollautomat für den Hausgebrauch stellt immer einen Kompromiss aus Faulheit und Geschmack dar. Außerdem ist die Lebensdauer wegen der vielen Verschleißteile meist deutlich kürzer als bei Siebträgermaschinen. Bernd Boddart verkauft, wartet und repariert Espressomaschinen seit 25 Jahren. Er gilt in Mönchengladbach als kompetenter Experte für die Gastronomie, führt aber auch ein ausgewähltes Maschinensortiment für Privatkunden. „Bei der Auswahl des richtigen Geräts kommt es darauf an, welches Kaffeegetränk man genießen möchte“, sagt Boddart, „für reine Espresso- und Kaffeetrinker, die nur gelegentlich Milch aufschäumen müssen, reicht eine ‚Einkreislauf-Maschine‘. Solche Geräte besitzen einen Thermoblock – eine Art Durchlauferhitzer – der nach der Kaffeezubereitung erneut aufheizen muss, um Dampf zur Herstellung von Milchschaum zu erzeugen.“ Eine kleine Espressomaschine für Einsteiger ist zum Beispiel die „Saeco Aroma Chrom“. Wer seinen Espresso druckvoller und mit schöner Crema haben möchte, findet in der „ECM Casa IV“ eine Maschine mit ordentlicher Ausstattung in hochwertiger und langlebiger Verarbeitung. Boddart: „Interessant wird die Kaffeekunst mit einer Zweikreislauf-Maschine. Hierbei sorgen zwei getrennte Heizkreissysteme für separate Wassertemperaturen für Kaffee- und Heißwasser sowie gleichzeitig entnehmbaren Dampf für die Aufschäumdüse. Ich kann damit also gleichzeitig Espresso zubereiten und die Milch für den perfekten Cappuccino herstellen.“ Ein perfektes Gerät für den Hausgebrauch und das Büro ist die „ECM Technika IV“, an der fast nichts aus Plastik ist. Die vierte Generation dieser Baureihe ist handwerklich grundsolide aus Edelstahl, Chrom und Kupfer gefertigt und bereitet einen exzellenten Espresso und sahnig dichten Milchschaum. Zur Grundausstattung gehört weiterhin eine Kaffeemühle, deren Mahlwerk präzise genug ist, um sehr feines Kaffeemehl zu produzieren, das man für einen wirklich frischen Espresso benötigt.

Täglich frischen Kaffee produziert Jürgen Broisch im Coffee-in.Espresso made in Rheydt
Als stolzer Besitzer einer neuen Espressomaschine ist man gespannt auf die schier unendliche Vielfalt der Kaffee- und Espressosorten. Eins vorweg: Industriell produzierte Kaffees aus dem Supermarkt  bieten nicht ansatzweise das Geschmackserlebnis einer traditionell gefertigten Bohne aus einer kleinen Rösterei. Davon gibt es in Italien hunderte, von denen viele ihre erstklassigen Sorten auch nach Deutschland exportieren – durchprobieren lohnt
sich. Doch auch in Mönchengladbach werden Kaffeebohnen aus aller Welt auf traditionelle Weise geröstet. Jürgen Broisch bietet im „Coffee-in“ sieben Sorten Espresso und 21 Sorten Kaffee, die langsam und sorgfältig in einer kleinen Röstmaschine veredelt werden. „Kaffee ist bei uns keine Massenware“, so Broisch. „Pro Vorgang werden maximal vier Kilogramm Rohbohnen bis zu 35 Minuten lang geröstet.“ Das erklärt auch den etwas höheren Preis als im Supermarkt. „Wir beziehen die Ware in kleinen Mengen aus Nicaragua, Mexiko, Indien oder Tansania und produzieren sortenreinen Kaffee oder fein abgestimmte Mischungen. Wer möchte, kann sich auch seine individuelle Mischung zusammenstellen. Für Koffeinallergiker haben wir sogar eine eigens entwickelte Mischung im Angebot.“ Die ganze Vielfalt kann der Gast im kleinen Café an der Hauptstraße 61 genießen. „Während meine Kunden früher eine Tasse Kaffee bestellten, wünschen sie heute einen ‚Malabar‘ oder ‚Pearl of Tansania‘“, freut sich der Profi-Röster.

Barbara und Ulrike KaffeeröstereiEspresso made in MG
Sortenreine Kaffebohnen aus aller Herren Länder kommen auch bei „Barbara und Ulrike Kaffeerösterei“ auf der
Albertusstraße 6 in die hauseigene Röstmaschine. 15 Sorten Kaffee und acht Sorten Espresso kann der Kunde hier kaufen oder ganz frisch aus einer der historischen Faema-Espressomaschinen im kleinen Café genießen. Das Angebot wird durch zahlreiches Zubehör ergänzt.

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