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Mehr Teammanager als Torwart ist Christofer Heimeroth bei Borussia mittlerweile. Beim Sieg im Elfmeterschießen gegen Leverkusen 2010 stand er noch erfolgreich für Borussia zwischen den Pfosten. / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Mehr Teammanager als Torwart ist Christofer Heimeroth bei Borussia mittlerweile. Beim Sieg im Elfmeterschießen gegen Leverkusen 2010 stand er noch erfolgreich für Borussia zwischen den Pfosten. / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Zeit für neue Helden

Zum Abschluss der Hinrunde kommt wieder Leverkusen in den Borussia-Park. Eine Chance zur Rehabilitation für den VfL.

Text: Ingo Rütten

Nein, so richtig schlau wird man aus dieser Borussia in dieser Spielzeit nicht, auch wenn zu erahnen ist, wo das Hauptproblem des VfL in dieser Bundesligasaison liegt. Ein Problem, das auch schon in der Vergangenheit zu beobachten war, das viele Teams haben und das nicht ganz so einfach zu beheben ist. Aber ein Problem, das nicht besonders relevant ist, wenn der Spielverlauf einer Partie entsprechend ist und das Team von Trainer Dieter Hecking die nötigen Punkte einfährt.

Der VfL hat große Probleme gegen Mannschaften, die zunächst einmal abwarten, die tief stehen und die eher defensiv orientiert sind. Dieses Problem hat Borussia nicht exklusiv und hier unterscheiden sich echte Spitzenteams von ambitionierten Mannschaften. Klartext: Bayern München oder RB Leipzig und an guten Tagen Borussia Dortmund sich sicher in der Lage, Abwehrbollwerke zu knacken. Borussia, Schalke, Leverkusen, Hoffenheim und viele andere in der Regel nicht. Also kommt es für diese Teams darauf an, bestenfalls in Führung zu gehen oder Geduld zu haben, dass irgendwann mal eine Lücke entscheidend genutzt werden kann.

Sattelfeste Defensive Voraussetzung

In beiden Fällen ist eine sattelfeste Defensive Voraussetzung für den Erfolg. Deswegen gewinnt der VfL zuhause nicht gegen Mainz, nicht gegen Frankfurt und nur mit Glück gegen Hannover. Auswärts aber ist Borussia erfolgreicher, weil die jeweiligen Heimmannschaften anders – offensiver – agieren. So einfach ist das. Aber so einfach ist das nicht für Trainer Hecking abzustellen. Wenn die Fohlenelf in Topform ist, dann kann sie sich erlauben, geduldig zu sein und darauf zu hoffen, dass die individuelle Stärke der Borussen irgendwann den Ausschlag gibt. Doch in Topform präsentiert sich Borussia in dieser Saison eher selten, und wenn, dann nur phasenweise. Oft unterscheiden sich die jeweiligen Halbzeiten immens, wie gegen Leverkusen beim 1:5 leider in Perfektion demonstriert. Nach einer richtig starken ersten Halbzeit, in der nur die Chancenauswertung zu bemängeln war, folgten 45 Minuten, die kaum zu erklären sind, auch heute noch nicht. Am 20. Dezember im DFB-Pokal haben die Borussen die Chance, sich dafür zu rehabilitieren – und die Borussenfans dürfen sich eigentlich ziemlich sicher sein, dass so etwas wie beim Bundesligaspiel vor einigen Wochen nicht noch einmal passiert.

Aber, so richtig sicher sein, kann man sich eben nicht bei dieser Borussia. Daran ändert auch der gute Tabellenplatz nichts, den sie sich plötzlich nach dem 4:2- Sieg in Berlin erarbeitet hatte. Das Spiel in der Hauptstadt zeigte, woran es hapert. Zunächst ging Borussia konzentriert in die Partie und führte nach 20 Minuten sage und schreibe 3:0. Doch selbst dieser wie gemalte Spielverlauf war nach 71 Minuten dahin. Denn, die Hecking- Elf hatte sich aufs Verwalten geeinigt, hier und da fehlten die letzten Prozent Konzentration, vielleicht der Wille? Schon hieß es 2:3. Anders als in einigen Spielen der Vergangenheit aber rissen sich die Borussen am Riemen, schossen das 4:2 und letztlich einen verdienten und am Ende ungefährdeten Sieg heraus.

Patrick Herrmann /Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Patrick Herrmann /Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Meckern auf hohem Niveau

Wir meckern also auf hohem Niveau, denn der Ertrag stimmt soweit, zumindest von der Position her, die Borussia in der Tabelle inne hat. Das liegt aber nicht einzig am VfL, sondern auch an vielen Teams, die ähnlich Probleme haben und die es ebenso wie die Elf vom Niederrhein an der nötigen Konstanz vermissen lassen. Das war auch vergangene Saison so, und dennoch hat Borussia keinen Platz ergattert, der zum internationalen Fußball berechtigt – das dürfte Warnung genug sein.

Der Dezember hält nun weitere reizvolle Aufgaben für Borussia parat, ehe es in die Winterpause und Aufbereitung der Hinserie geht. In Wolfsburg hängen die Trauben oft (zu) hoch und auch in Freiburg sah Borussia oft nicht nur schlecht aus, sondern fuhr auch gänzlich ohne Zählbares nach Hause. Man darf gespannt sein, ob die sehr gute Auswärtsbilanz dort hält. Zuhause gegen Schalke und den Hamburger SV sind Punkte drin, weil Hamburg einfach schlecht zu sein scheint und Schalke vermutlich eher mitspielen als verteidigen wird. Und dann zum Abschluss und Höhepunkt (?!) der Hinrunde kommt Leverkusen. Zuletzt trafen sich die beiden Teams im Pokal im Oktober 2010 ihm Borussia-Park, damals gewann der VfL im Elfmeterschießen 5:4. Patrick Herrmann saß damals auf der Bank, Christofer Heimeroth stand im Tor und Raul Bobadilla spielte im Angriff. Andere Namen sind dagegen nur noch Vergangenheit: Thorben Marx, Igor de Camargo, Mo Idrissou, Michael Bradley und Filip Daems trafen aus elf Metern traumhaft sicher, während ein gewisser Patrik Helmes auf Seiten der Gäste schon in der regulären Spielzeit und anschließend auch im Elfmeterschießen als einziger verschoss. Es wird Zeit für neue Helden und neue Verlierer bei den Gästen!

TERMINE IM DEZEMBER

Bundesliga So. 03.12. 18:00 VFL Wolfsburg - BORUSSIA
Bundesliga Sa. 09.12. 18:30 BORUSSIA – Schalke 04
Bundesliga Di. 12.12. 20:30 SC Freiburg – BORUSSIA
Bundesliga Fr. 15.12. 20:30 BORUSSIA - Hamburger SV
DFB-Pokal  Mi. 20.12. 18:30 BORUSSIA - Bayer Leverkusen

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