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Yann Sommer / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Yann Sommer / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Angst braucht niemand zu haben. Auf geht’s Borussia!

Ende September dürften die VfL-Fans sicher sein, wie es um ihre Mannschaft steht

Text: Ingo Rütten

Die ersten beiden Spiele in der Liga sind gespielt, gegen Köln und in Augsburg konnten sich die VfL-Anhänger ein Bild machen von der neuen Borussia- Mannschaft. Auch das Pokalspiel bei Rot- Weiß Essen hat erste Erkenntnisse gebracht. Der September wartet nun mit fünf Bundesligabegegnungen auf, die neben den Aufgaben gegen zwei Champions League-Teilnehmer auch die beiden beiden Heimspiele gegen die Bundesligaaufsteiger mit sich bringen. Komplettiert wird dieses Programm direkt zu Beginn mit der Neuauflage des Halbfinales im DFB-Pokal der vergangenen Saison, das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt darf also durchaus als der berüchtigte „Anti-Selbstläufer“ gelten. Ende September wissen die VfL-Fans also recht sicher, wie es um ihre Mannschaft in dieser Saison bestellt ist.

Vincenzo Grifo / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Vincenzo Grifo / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Dennoch wollen wir hier an dieser Stelle zumindest noch einmal einen „internen Blick“ auf das aktuelle Team werfen: Denn sportliche Erfolge vorher zu sagen oder gar zu planen, ist schwieriger als die Voraussetzungen dafür zu schaffen, mit Topleistungen die Wahrscheinlichkeit von Siegen zu erhöhen. VfL-Trainer Dieter Hecking hat einen Kader beisammen, der hier und da den oft zitierten nötigen Konkurrenzkampf ermöglicht, der wiederum zu Bestleistungen derjenigen, die dann spielen dürfen, anstachelt. Es gibt aber auch die Positionen im Team, beziehungsweise die Akteure, die nicht ansatzweise eins zu eins zu ersetzen sind: Lars Stindl und Raffael sind solche Leistungsträger, deren Fehlen mehr oder weniger deutlich sofort auffällt. Und da wird schon der Schwachpunkt dieser VfL-Mannschaft deutlich. Beide sind für das Offensivspiel des VfL immens wichtig, fallen sie länger aus oder stecken sie in einem Formtief, wird sich das schnell auf die Qualität des Borussenspiels durchschlagen.

Im Angriff fehlen die Alternativen

Anders als in anderen Mannschaftsteilen fehlt es im Angriff an Alternativen. Klar, Thorgan Hazard oder auch Vincenzo Grifo können auch noch offensiver. Natürlich, auch Nachwuchsmann Julio Villalba könnte überraschen und vielleicht wird Josip Drmic sogar wieder fit. Aber an Stindl und Raffael reichen sie alle nicht heran, noch nicht zumindest. Ebenso alternativlos, wenngleich vielleicht im Falle des Falles nicht gar so dramatisch, sieht es auf der Torhüterposition aus. Yann Sommer ist natürlich die klare Nummer eins, doch sollte der Schweizer einmal längerfristig ausfallen, müsste sich Hecking dennoch kaum Sorgen machen. Tobias Sippel ist nicht nur eine gute Nummer zwei, er hat durchaus das Zeug für mehr.

Konkurrenzkampf gibt es anderswo: Zum Beispiel direkt vor Sommer, auch wenn dort mit dem Weggang von Andreas Christensen der beste Abwehrspieler Borussias eben nicht mehr beim VfL spielt. Matthias Ginter ist ein guter Ersatz, jung, ehrgeizig und erfahren. Der deutsche Nationalspieler muss in große Fußstapfen treten, aber er hat auf Dauer das Zeug dazu. Neben ihm scheint Jannik Vestergaard gesetzt, doch in Borussias Kader gibt es auch noch zwei sehr variable Defensivleute und das eine oder andere herausragende Talent. Tony Jantschke zum Beispiel hat vor zwei Jahren bewiesen, wie stark er in der Innenverteidigung spielen kann, und Mamadou Doucouré hat noch mehr Vorschusslorbeeren geschultert als Reece Oxford, der jedoch zunächst nur ein einziges Jahr ausgeliehen ist. Bleibt Doucouré jetzt mal gesund, könnte er zeigen, warum die VfL-Verantwortlichen den Aderlass in der Hintermannschaft recht gelassen sogar angetrieben haben.

Thorgan Hazard / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach
Thorgan Hazard / Foto: VFL Borussia Mönchengladbach

Konkurrenzkampf auf den Außen

Nico Elvedi dürft e nach seinen Darbietungen in der Abwehrmitte eher für die Außen eine Alternative in des Trainers Gedanken sein. Ob rechts oder links scheint egal. Links wäre er dabei wohl die einzige Wahl zu Oscar Wendt, denn Fabian Johnson dürft e auf Dauer doch mehr nach vorne orientiert sein. Dort bildet der US-Amerikaner links mit Grifo und Jonas Hofmann die Möglichkeiten Borussias ab. Geht Grifo den erhoff ten Weg, könnte Johnson vielleicht aber doch mit dem Platz dahinter liebäugeln. Auf der anderen Seite wird in Hazard, Ibahima Traoré und Patrick Herrmann erneut ein Trio um einen Platz in der ersten Elf kämpfen. Gut für Hecking, die Außen können locker auch die Seiten tauschen, allesamt aber müssen sie in puncto Konstanz unbedingt zulegen, Herrmann dabei endlich wieder an alte Zeiten anknüpfen.

Fehlt noch das zentrale Mittelfeld und damit der Akteur, der neben Christoph Kramer spielen darf. Vermutlich wird Denis Zakaria hier die Nachfolge von Mo Dahoud auf Dauer übernehmen, zumal Tobias Strobl langzeitverletzt ist. Dadurch hat sich Borussias Spiel verändert, aber das wird nicht tragisch ins Gewicht fallen. Nehmen wir diese Gedankenspiele mal zusammen, dann dürft e Borussias Kader nicht schlechter aufgestellt sein als letztes Jahr – und da wäre mit ein paar Verletzungen weniger und einer besseren Chancenauswertung deutlich mehr drin gewesen. Also, packen wir den September an, Angst braucht niemand zu haben, auf geht’s Borussia!

TERMINE IM SEPTEMBER

Bundesliga Sa. 09.9. 15:30 BORUSSIA – Eintr. Frankfurt
Bundesliga Sa. 16.9. 18:30 RB Leipzig – BORUSSIA
Bundesliga Di. 19.9. 18:30 BORUSSIA – VFB Stuttgart
Bundesliga Sa. 23.9. 18:30 Bor. Dortmund – BORUSSIA
Bundesliga Sa. 30.9. 15:30 BORUSSIA – Hannover 96

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